Mit Ehrgeiz und Zukunftsblick erwachsen werden

Artikel Hauspost/September 2018: Internat – das heißt weit weg vom Elternhaus zur Schule gehen, die Freizeit verbringen, essen, schlafen, Geburtstag feiern. Im Sportinternat der AWO sind die Sorgen der Eingewöhnung schnell vergessen, denn hier werden Kinder in allen Lebenslagen umsorgt, gleichzeitig aber auch zur Selbstständigkeit angeregt – mit Erfolg!

„Wir sind im Verbundsystem „Eliteschule des Sports” ein Verbindungsglied zwischen den Eltern, der Schule und dem Sport. Wir wollen die Kinder fördern, aber auch fordern. Deshalb ist es wichtig, dass wir so eng mit den Trainern und dem Sportgymnasium zusammenarbeiten”, erklärt Ingrid Hartig, Leiterin des Sport- internats. Sie kennt ihre Internatsschüler, deren Leistungen aber auch ihre Sorgen ganz genau. „Wenn eines der Kinder mit geröteten Augen oder Bauchweh herumläuft, kann man sich schon denken, dass da ein wenig Heimweh im Spiel ist. Dann sorgen sich die Erzieher besonders um die Schüler und reden mit ihnen”, sagt sie.
In der Regel können die Schüler ab der 7. Klasse im Internat, am benachbarten Sportgymnasium und vor allem im großen Sporthallenkomplex lernen, trainieren und erwachsen werden. Dafür nehmen sie zum Teil weite Wege auf sich. Sogar aus der Schweiz kommt ein Mädchen nach Schwerin. Neben dem Sport, der für viele der Schüler im Fokus steht, dürfen die schulischen Leistungen und der Blick für die Zukunft nicht auf der Strecke bleiben. Das haben sich die Betreuer im Internat zur Aufgabe gemacht. „Wir achten darauf, dass die Kinder sich Zeit für ihre Hausaufgaben nehmen und das nicht auf die lange Bank schieben. Gleichzeitig regen wir sie dazu an, sich Gedanken über ihre Berufswahl zu machen, denn nur die wenigsten gehen später in den Profisport. Eine abgeschlossene Ausbildung ist sehr wichtig”, so Ingrid Hartig.

Dabei werden die Kinder fernab vom Elternhaus schnell flügge, lernen beispielsweise, sich selbst um die Wäsche zu kümmern, bekommen durch den „Internatsrat” ein Gefühl für Demokratie und wissen durch den Sport und die vielen Wettkämpfe, was es heißt, hart zu arbeiten, aber auch einmal Misserfolge wegzustecken.
„Gerade wenn hart auf einen Wettkampf hin trainiert wurde und die Leistung dann nicht zufriedenstellend ist oder vielleicht eine Verletzung einen Strich durch die Rechnung macht, sind wir nicht nur mit medizinischer, sondern auch mit einfühlsamer Betreuung zur Stelle”, erklärt die Internatsleiterin.
Wer nicht sicher ist, ob das Internat das Richtige ist, kann den Alltag in Probewochen oder Trainingslagern testen.

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