Den richtigen Weg in die Zukunft finden

Artikel Hauspost/Februar 2017

Seit dem Schuljahr 2012/2013 unterstützen Angelika Wollmuth und Ilka Behrens schwerbehinderte Jugendliche bei der Durchführung von Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Das Handlungsfeld Berufsorientierung der Bundesrichtlinie Initiative Inklusion ist dem Integrationsfachdienst der AWO Soziale Dienste gGmbH Westmecklenburg angegliedert. Das Angebot richtet sich insbesondere an Schüler der letzten und vorletzten Klasse der Abschlussstufe an Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Durch die Berufsorientierung werden Alternativen zur Beschäftigung in der Werkstatt für behinderte Menschen aufgezeigt. „Wir erstellen gemeinsam mit den Jugendlichen, Lehrern und Eltern ein Profil der Schüler und können so passende Praktikumsplätze vermitteln”, erklärt Ilka Behrens. Sie und Angelika Wollmuth begleiten Schüler aus den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und der Landeshauptstadt Schwerin. „Durch das Ausprobieren verschiedener Tätigkeiten und das Zurechtfinden in einem unbekannten Umfeld werden sich viele Jugendliche über eigene Möglichkeiten und Grenzen bewusst und gewinnen durch die Praktika an Selbständigkeit und Selbstbewusstsein“, sagt Angelika Wollmuth. Die Praktikumsbegleitung umfasst persönliche Gespräche im Betrieb zum Verlauf sowie eine gemeinsame Auswertung. Die Ergebnisse der Praktika fließen in die weitere Berufswegplanung ein. „Sowohl von den Schulen, als auch von den Betrieben bekommen wir positive Rückmeldungen. Beim Auswertungsgespräch erfahren wir oft, dass Arbeitgeber von der Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft der Praktikanten angenehm überrascht waren. Über dieses Feedback freuen sich Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen“, sagt Angelika Wollmuth. Im Sommer endet die Projektlaufzeit und es werden Wege der Fortführung von den zuständigen Ministerien geprüft. Im Sinne der behinderten Jugendlichen ist eine Verstetigung wünschenswert, um den Schülern weiterhin die für sie notwendige individuelle und umfassende Betreuung anbieten zu können.
Das aus dem Ausgleichsfond des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderte Projekt wird durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit unterstützt. Seit Projektbeginn wurden 343 Praktika organisiert und begleitet. (maxpress)

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