Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking

Häusliche Gewalt bezeichnet Gewalttaten zwischen Menschen, die in einer häuslichen Gemeinschaft leben oder lebten, beispielsweise in einer Ehe, Lebenspartnerschaft oder intimen Beziehung. Zu häuslicher Gewalt zählen nicht nur Schläge. Körperliche Gewalt ist nur eine Facette eines komplexen Verhaltensmusters, das umfassend auf Macht und Kontrolle zielt. Betroffene sind häufig auch psychischer Gewalt wie Demütigungen, Drohungen, Einschüchterungen, sozialer Isolation oder wirtschaftlichem Druck durch den Täter oder die Täterin ausgesetzt.

Zielgruppe

Die Interventionsstelle richtet sich mit ihrem Beratungsangebot an Betroffene von häuslicher Gewalt unabhängig von Geschlecht und Herkunft. Eine Sprachmittlung kann in Einzelfällen ebenfalls hinzugezogen werden. Auch Fachkräfte, Angehörige und Freunde können sich an die Interventionsstelle wenden.

In folgenden Städten und Landkreisen sind wir tätig:

  • Schwerin
  • Wismar
  • Nordwestmecklenburg
  • Ludwigslust-Parchim

Die Beratung ist kostenfrei und auf Wunsch anonym.

Beratungsangebot

Wir begleiten Betroffene und die mitbetroffenen Kinder unterstützend durch die Krise. Die Beratung findet im Rahmen der Krisenberatung statt. Nach einem Polizeieinsatz erfolgt die Übermittlung der Daten an die Interventionsstelle. Jedoch kann die Kontaktaufnahme eigenständig durch die Betroffenen erfolgen.

  • vertraulich und kostenfrei
  • telefonisch oder persönlich

Inhalte der Beratung können sein

  • konkrete Schutzmöglichkeiten für Sie und Ihre Kinder
  • rechtliche Informationen zum Gewaltschutzgesetz
  • emotionale Stärkung der Betroffenen
  • Weitervermittlung an andere Stellen.

Auf Wunsch begleiten wir zu den Terminen.

Kinder- und Jugendberatung

Die Kinder- und Jugendberatung ist ein niedrigschwelliges Angebot. In dem Kontakt mit dem mitbetroffenen Kind von häuslicher Gewalt steht die Stärkung des Selbstbewusstseins und die Bewältigung der Gewalterfahrungen im Fokus. Gemeinsam durchbrechen wir Gewaltkreisläufe- Gewalt ist kein Tabuthema. Eine Weitervermittlung an andere Hilfen kann bei Bedarf erfolgen oder unterstützt werden.

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