Wohnen mit Service in Neumühle

Artikel SVZ/Neumühle: Rund 15 Jahre stand das Gebäude leer, nun zieht neues Leben ein: Im ehemaligen Tiergesundheitsamt in der Neumühler Straße entstehen 28 Wohnungen für Senioren, die Unterstützung im Alltag benötigen. „Wohnen mit Service“ nennt die Arbeiterwohlfahrt (Awo) das Angebot. 22 Wohnungen sind bereits vermietet. Anfang September ziehen die ersten Mieter auf der „Neumühle Höhe“ ein. 3,2 Millionen Euro investiert die Bunsen & Riesner GbR in das Objekt. „Wir sanieren und bauen das Haus aus den 1950er-Jahren um, die Awo organisiert das soziale Leben“, beschreibt Gerd Riesner die Arbeitsteilung. Zwischen 38 und 84 Quadratmeter groß sind die Wohnungen, durchweg barrierefrei und mit dem Fahrstuhl zu erreichen. „Jede Wohnung ist mit einer Einbauküche und einer begehbaren Dusche ausgestattet“, erklärt Riesner. Begegnungsstätte mit Mittagstisch, Frisörsalon, Fußpflege und Gästewohnung wird es in der neuen Wohnanlage geben. „Die Bewohner können außerdem auf unser komplettes Betreuungsangebot zurückgreifen“, sagt Awo-Geschäftsführer Axel Mielke. Eine Hausdame ist bereits eingestellt: Ute Werstat wird sich um die Anliegen der Bewohner kümmern und hat auch schon Ideen für Veranstaltungen. Der Bedarf an betreutem Wohnen in der Stadt ist groß. „150 Interessenten haben sich bei uns gemeldet“, berichtet Investor Riesner. So plane die Bunsen & Riesner GbR auch noch das benachbarte Haus mit dem ehemaligen OP-Saal zu sanieren und für acht Wohnungen umzubauen. Ortsbeiratschef Claus Jürgen Jähnig zeigt sich von dem Projekt angetan. „Es ist toll, dass das alte Gebäude endlich wieder genutzt wird.“ Ältere Mitbürger könnten nun in Neumühle wohnen bleiben, überhaupt werde der Stadtteil insgesamt aufgewertet. Christian Koepke SVZ

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