Positionspapier Landesfrauenrat MV

Das gesellschaftliche Klima befindet sich ständig im Wandel und deshalb ist es uns besonders wichtig, dass wir uns für Menschenrechte stark machen. Das Grundgesetz und die Menschenrechte sind nicht selbstverständlich. Sie wurden gesellschaftlich erkämpft und müssen stets aufs Neue verteidigt werden. Aktuell machen Vertreter*innen politischer Parteien und rechter Strömungen wiederholt mit völkischen, rassistischen und menschenverachtenden Parolen Stimmung gegen schutzsuchende Menschen und gegen Menschen mit Migrationshintergrund. Zudem werden Forderungen nach reaktionären Frauen- und Familienbildern erhoben, Minderheiten in Frage gestellt und somit gleichstellungspolitische Positionen angegriffen.
Im Beratungs- und Hilfenetz gegen häusliche und sexualisierte Gewalt begegnen uns überwiegend Frauen und Kinder als Betroffene von Gewalt. Wir engagieren uns deshalb seit vielen Jahren gegen unterschiedliche Formen von Ausgrenzung, Diskriminierung, Sexismus und Menschenfeindlichkeit. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass es allen Menschen möglich ist, ihr Leben aktiv zu gestalten – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sozialen Verhältnissen oder Religion.
Wir unterstützen Betroffene auf ihrem Weg in ein gewaltfreies, selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben. Es ist unser gemeinsames Ziel, uns stark zu machen für ein demokratisches Klima, das die Freiheit und die Würde Aller garantiert.
Wir stellen den Positionen von Rechtspopulisten und Anti-Feministen unsere Argumente und Aktivitäten entgegen:
Wir setzten uns dafür ein, dass Betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt in allen Regionen Mecklenburg- Vorpommerns gleichen Zugang zu Schutz und Beratung erhalten, unabhängig von Herkunft, Alter, Hautfarbe, Behinderung, Einkommen oder Aufenthaltsstatus.
Wir engagieren uns dafür, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, sich gleichberechtigt an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen, unabhängig von individuellen Fähigkeiten, ethnischer und sozialer Herkunft, Geschlecht oder Alter.
Wir wehren uns dagegen, dass öffentliche hetzerische Debatten auf dem Rücken derer ausgetragen werden, die in unserer Gesellschaft einen schweren Stand haben. Sie bedürfen vielmehr einer geschlossenen Solidarität und Unterstützung.
Kämpfen Sie mit uns für die vollständige Umsetzung der Menschenrechte.
Was können Sie noch tun?
Spenden Sie! Für Dolmetscherdienste bei Beratungen für Betroffene mit Migrationshintergrund. Sprachbarrieren machen es unmöglich, notwendige Hilfe zu leisten.
Ganz einfach mit Überweisung an das Frauenbildungsnetz M-V e.V. IBAN: DE36 120 300 0000 100 15 220 BIC:BYLADEM 1001
Verwendungszweck: „Mut machen - Übersetzung sichern
Machen Sie das Positionspapier bekannt!
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