Kinder- und Jugendnotdienst der AWO

365 Tage im Jahr da für in Not geratene Heranwachsende

Artikel Hauspost/August 2017: Schwerin • Es gibt viele Heranwachsende, die Schutz benötigen sowie viele Eltern, die mit der Erziehung überfordert sind. Oft wissen die Betroffenen nicht, wohin sie sich wenden können. Für diese Problemlagen ist grundlegend das Jugendamt zuständig. Dazu arbeitet es eng mit Doreen Graack (Foto) vom Kinder- und Jugendnotdienst der AWO zusammen.

Zu den Schließzeiten des Jugendamtes ist der Kinder- und Jugendnotdienst für Minderjährige in schwierigen Krisen, besorgte Nachbarn oder überforderte Eltern da - 356 Tage im Jahr. „Wir bieten Schutz für Kinder und Jugendliche in unseren Räumen, übernehmen in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Hausbesuche und bearbeiten Notrufe“, sagt Sozialpädagogin Doreen Graack. Sie leitet seit April 2017 den Kinder- und Jugendnotdienst und hilft zusammen mit ihrem Team Kindern in Not. Gemeinsam meistern sie täglich neue Herausforderungen und arbeiten fachlich fundiert und professionell für das Kindeswohl. Den Kinder- und Jugendnotdienst der AWO gibt es bereits seit zwölf Jahren, Doreen Graack ist seit fünf Jahren dabei. „Wir bringen sehr viel Erfahrungen ein, nicht nur in der Betreuung sondern auch in der Zusammenarbeit mit der Behörde.“ Statistisch gesehen steigen die Zahlen der Notrufe und Beratungen in Schwerin zum Vorjahr. Immer mehr junge Menschen werden in der Alexandrinenstraße 25 aufgenommen. „Es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit aufmerksam ist.

So können die Fachkräfte im Sinne der Kinder und Jugendlichen schneller eingreifen, mögliche Gefahren erkennen und die Situation abklären“, sagt Graack. Eine besondere Aufgabe für das Team des Kinder- und Jugendnotdienstes stellt die Arbeit mit Kleinkindern dar. Hier ist es besonders wichtig, mit betroffenen Eltern ins Gespräch zu kommen und die Gegebenheiten genau zu bewerten. Gemeinsam mit dem Jugendamt müssen allerdings nach fachlicher Einschätzung auch klare Entscheidungen getroffen und Kinder kurzzeitig auch außerhalb der Familien untergebracht werden. Nur so kann oft eine stabile Basis geschaffen werden. Das ist oft keine leichte Situation. Zudem stellen insbesondere die 12 bis 17-Jährigen viele Eltern vor Herausforderungen. Ihnen fehlen häufig feste Tagesstrukturen und eine Perspektive. „Wir bieten den Heranwachsenden dann nicht nur ein Bett und etwas zu essen, sondern wir hören auch genau zu. Sie fühlen sich dann ernst genommen und öffnen sich“, sagt Doreen Graack. Damit ist die AWO ein verlässlicher Partner in Schwerin für das Jugendamt und Kinder in Not.

Foto: maxpress

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